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Kirche St. Simon und Juda (Cyrkej swj. Symana a Judy)

Crostwitz war schon in vorchristlicher Zeit ein religiöses Zentrum der sorbischen Oberlausitz. An der Stelle der heutigen Pfarrkirche befand sich damals ein heidnischer Tempel. Bischof Benno (Bischof von Meissen von 1066-1106) brachte damals unseren Vorfahren den katholischen Glauben und ließ hier eine kleine Holzkirche errichten zur Ehre der heiligen Apostel Simon und Juda Thaddäus.

Seit 1225 ist Crostwitz als Pfarrei eingetragen. Bis dahin gehörte sie zur Pfarrgemeinde Göda.

In der Zeit der schwarzen Pest  Anfang des 15. Jahrhunderts wurde in Crostwitz die Bruderschaft des heiligen Sebastian gegründet. Die Bruderschaft bemühte sich in der Zeit der Pest besonders den Betroffenen mit Gebet und sozialer Hilfe beizustehen. 
Im Laufe der Zeit wurde die Bruderschaft mehrmals erneuert, das letzte Mal im Jahr 2000.
1681 ließ Pfarrer Georg Sende in der Nähe des Einganges zum Friedhof die Statue des hl. Sebastian, Beschützer vor der Pest und anderen ansteckenden Krankheiten, aufstellen. 1989 haben wir diese Statue nach dem barokken Stil von 1735 erneuern lassen.

1508 wurde der neue Kirchturm errichtet mit ersteinmal zwei Glocken, 1680 waren es in Crostwitz dann schon fünf Glocken.

In der Zeit der Reformation blieben die Crostwitzer der katholischen Kirche treu.

Im dreißigjährigem Krieg 1639 wurde die Crostwitzer Kirche durch schwedische Krieger ausgeraubt.

Am 6. Oktober 1680 begann Pfarrer Sende die Pfarrchronik zu schreiben. In dieser Zeit wurden die Statuen der heiligen Apostel Simon und Juda Thaddäus, Laurentius und Pankratius, vom Schweizer Künstler Hersch gefertigt, in der Kirche aufgestellt. Diese Statuen wurden von Crostwitzer Wohltätern gestiftet.

1769-1771 wurde die Kirche im Barockstil neu erbaut, am 27. Oktober 1771 weihte sie der aus Crostwitz gebürtige Bischof  Jacob Johann Wosky ein.

Neben dem Hauptaltar hatte die Kirche vier Nebenaltäre, geweiht der heiligen Muttergottes Maria, dem heiligen Sebastian, der heiligen Familie und dem heiligen Petrus.  

1773 wurde die erste neue Orgel eingebaut.

1865 bekam die Kirche ein neues Altarbild, Christi Himmelfahrt, gemalt vom Dresdner Künstler Professor Erhardt. Im gleichen Jahr ließ der Crostwitzer Jacob Deutschmann die fünf Glocken in Kleinwelka neu gießen.

1898/99 erhielt die Crostwitzer Kirche unter der Leitung des Baumeisters Rocho aus Zerna das neue Ziegelgewölbe, die Lehmdecke mit den Holzbalken war verbraucht. Der große Altarraum und die zwei Seitentürme mit Treppen zu den Nebenchören wurden ebenfalls in dieser Zeit erbaut. Am 29. Oktober 1899 weihte Bischof Ludwig Wahl, der in Begleitung von Kanonikus Georg Wuschansky (späterer einziger sorbischer Bischof) nach Crostwitz kam, den neuen Altarraum. Baumeister Rocho entwarf auch die neue Kanzel, die der Tischler Bilk aus Piskowitz anfertigte.

1910 wurde in der Kirche die erste elektrische Anlage installiert.

Nach dem 1. Weltkrieg, dem fast alle Glocken zum Opfer fielen, erhielten wir 1920 vier neue Stahlglocken. Diese wurden jedoch 1923 in neuere bessere Glocken der Firma Geittner aus Breslau eingetauscht und am 30. September 1923 wurden diese eingeweiht.

Am 22. März 1931 weihte Prälat Sauer den erneuerten Kreuzweg auf dem Friedhof ein.

Vom 10.-18. November 1931 errichtete A. Hueber aus Wallerstein Bayern am Weg von der Pfarrei zum Friedhof die Lourdesche Mariengrotte. Am 1. Advent weihte sie Pfarrer Schewtschik ein.

1952 wurde der Doppelchor abgerissen, Nebenaltäre abgebaut und die Kanzel zum neuen Standort gebracht.

1955 hat die Firma Schilling aus Apolda drei neue Glocken in Te-Deum-Motiv gegossen. Am 11. September 1955 wurden diese von Bischof Dr. Otto Spülbeck geweiht.

1968/69 Pfarrer Georg Krahl ließ den neuen Außenputz anbringen und die Firma Winter aus Schirgiswalde deckte die Kirchtürme mit Kupferplatten ab.

1982/83 unter der Leitung des Pfarrers Martin Salowsky bauten Helfer und Freiwillige die ehemalige Pfarrscheune zum heutigen Michael-Hornig-Haus aus, um den späteren kompletten Innenausbau und Erneuerung der Kirche zu ermöglichen. Am 2. Januar 1988 bagann die Ausräumung und Sanierung der Kirche.

Am 16.10.1983 wurde an der Kirche eine Gedenktafel angebracht, gewidmet dem Papst Johannes Paul II, der im Oktober 1975 als Krakauer Kardinal Crostwitz besuchte.

Eine besondere Zierde in der Kirche ist die neuerbaute Orgel der Firma Eule in Bautzen. Vom 20. September bis zum Ende des Advent wurde dieses Instrument eingebaut und gestimmt. Bischof Joachim Reinelt hat die Orgel am 23.12.1990 eingeweiht.

Vom Oktober 1997, als Pfarrer Clemens Hrjehor die Pfarrei übernahm, bis Juni 1998 wurde das Pfarramt Crostwitz komplett unter der Leitung des Architekten Sauer aus Doberschütz erneuert.

18.9.1998 Beginn des Neubaus der Totenhalle in Crostwitz unter der Leitung von Architekt Franz-Josef Anders aus Panschwitz-Kuckau, Einweihung war am 4.7.1999.

20. Januar 2000 wurde die Brüderschaft des hl. Sebastian erneuert, zugleich wurde der neue Nebenaltar des hl. Sebastian in der Kirche feierlich eingeweiht.

1. Mai 2001 Einweihung des zweiten neuerbauten Nebenaltars der heiligen Muttergottes Maria in der Kirche.  

26.1.2003 zur Zeit der Sonntagsandacht brach ein Stück der Friedhofsmauer ein, zum Glück wurde nichts beschädigt. Daraufhin wurde die gesamte Friedhofsmauer erneuert und zum Teil neu erbaut. Das Gebäude der alten Schule wurde abgerissen, dadurch entstanden neue notwendige Parkplätze. 

 

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